P-Konto eröffnen – Test 2018

P-Konto ohne Schufa Testsieger Sehr gut (1,1) 02/2018

Platz 1: o2 Konto - unschlagbare Konditionen P-Konto ohne Schufa

Das Girokonto von o2 bietet unschlagbare Konditionen: P-Konto, keine Grundgebühr, kostenlose Abhebungen, kostenlose Überweisungen, Eröffnung trotz negativer Schufa. Noch Fragen? Dieses Konto hat den Testsieg 100 %ig verdient!

Platz Anbieter Bewertung i Abheben / überweisen Kosten p.M. / einmalig P-Konto Typische Kosten p.M. i
1.
9,8 / 10
0 €i / 0 € 0 € / 0 € i 0 € 0 €i Testbericht
2.
8,5 / 10
0 €i / 0 € 0 € / 0 € 0 € 0 €i Testbericht
3.
7,9 / 10
0 € i / 0,60 € 8,99 € / 36 € mögl. 12,29 €i Testbericht
4.
7,8 / 10
5 € / 0 € 0 €i / 69,90 € nein 14,57 € Testbericht
5.
6,8 / 10
5,95 € / 0,50 € 9,90 € / 39 € 0 € 26,50 € Testbericht
6.
6,5 / 10
5 € / 0,60 € 10,67 € / 0 € mögl. 31,50 € Testbericht

P-Konto ist die allgemeingültige Abkürzung für ein Pfändungsschutzkonto. Ein P-Konto darf allerdings nicht mit einem Guthaben- oder Bürgerkonto verwechselt werden, hier bestehen deutliche Unterschiede. Ein P-Konto eröffnen kann grundsätzlich jeder Girokonto-Inhaber.

Was kann das P-Konto?

Gegenüber einem Girokonto steht das P-Konto der Nutzung in nichts nach. Stimmt die Bank zu, darf es sogar mit einer Überziehungslinie ausgestattet sein. Es ermöglicht dem Kontoinhaber die ganz normale Teilnahme am Zahlungsverkehr.

Mit Wandlung eines bestehenden Girokontos in ein P-Konto kündigt die Bank in der Regel jedoch die Kreditkarte – ein Pfändungsschutzkonto lässt den Rückschluss auf eine eher schwache Bonität zu. Dies bedeutet aber nicht, dass der Kontoinhaber künftig auf die Bequemlichkeit verzichten muss, die eine Kreditkarte mit sich bringt. Die Alternative zur klassischen Kreditkarte bietet die Prepaid-Karte in Kombination mit dem P-Konto. Die in unserem P-Konto Test aufgeführten Anbieter bieten großteils solche Modalitäten an.

Diese Karten funktionieren wie Prepaid-Karten für das Handy. Bevor der Karteninhaber sie einsetzen kann, muss er ein Guthaben aufladen. Danach steht der Nutzung der Karte nichts mehr im Weg. Er kann die Rechnung an der Tankstelle ebenso bezahlen, wie die Kaution für den Mietwagen oder Barverfügungen an Geldautomaten vornehmen.

Wenn man ein P-Konto eröffnet ist es allerdings nicht zulässig, Salden auf den nächsten Monat zu übertragen. Bleiben am Monatsende noch 200 Euro Guthaben auf dem Konto, erhöht sich der einfache Pfändungsfreibetrag von 1.133,80 Euro nicht im Folgemonat auf 1.333,80 Euro. Kontoinhaber sind folglich gut beraten, das Konto am Tag vor dem nächsten Zahlungseingang auf null zu stellen.

Worum handelt es sich bei einem P-Konto?

Menschen können durchaus in eine finanzielle Schieflage geraten, ein Gläubiger steht bereit, um in die – wenn vorhandenen – Vermögenswerte zu pfänden. Damit Menschen durch das Pfändungsrecht der Gläubiger aber nicht der wirtschaftliche Boden unter den Füßen weggezogen wird, gibt es das Pfändungsschutzkonto. Dieses Konto kann ohne großes Aufheben bei jeder Bank geführt werden. Kontoinhaber können es neu eröffnen oder ein bestehendes Konto in ein P-Konto wandeln.

Auf dem P-Konto sind Guthaben bis zu einer Höhe von 1.133,80 Euro (Stand Juli 2018) ohne weiteren Nachweis vor dem Zugriff Dritter geschützt. Soll dieser Betrag erhöht werden, bedarf es jedoch richterlicher Anordnungen. Die Erhöhung kann beispielsweise greifen, wenn der Kontoinhaber Anspruch auf Kindergeld hat. Das Gericht prüft dann, ob die Pfändungsfreigrenze heraufgesetzt wird.

 

Die Freibetragsgrenzen sind abhängig von der Anzahl der unterhaltsberechtigten Personen gestaffelt:

  • 1.560,51 Euro bei Unterhaltspflicht für eine Person
  • 1.798,24 Euro bei Unterhaltspflicht für zwei Personen
  • 2.035,97 Euro bei Unterhaltspflicht für drei Personen
  • 2.273,70 Euro bei Unterhaltspflicht für vier Personen
  • 2.511,43 Euro bei Unterhaltspflicht für fünf Personen

Paragraf  850k Abs. 5 ZPO ermöglicht darüber hinaus noch weitere Freibeträge, beispielsweise für Sozialleistungen.

Wer kann ein P-Konto eröffnen?

Grundsätzlich steht es jedem frei, ein P-Konto zu eröffnen. Allerdings empfiehlt sich dieser Schritt nur, wenn tatsächlich ein Bedarf besteht, sprich eine Pfändung ansteht. Im Gegensatz zu klassischen Girokonten fällt bei einem P-Konto in der Regel eine Kontoführungsgebühr an. Viele der in unserem Test aufgeführten Angebote verzichten darauf! Auch wenn das Gesetz vorschreibt, dass die Wandlung eines herkömmlichen Girokontos für den Kontoinhaber gebührenfrei sein muss, gilt dies nicht für die Kontoführung.

Der Gesetzgeber sieht bei Pfändungsschutzkonten eine zwingende Einschränkung vor. Pro Verbraucher darf es nur ein P-Konto geben. Der Hintergrund ist nachvollziehbar. Bei mehreren Konten würde der Freibetrag entsprechend steigen. Am Ende geht der Gläubiger leer aus. Dies ist ebenso wenig im Sinn der Rechtsprechung wie der Ruin des Schuldners.