Geschäftskonto für GmbHs – Test & Vergleich 2019

Geschäftskonto Testsieger Sehr gut 07/2019

Testsieger für Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH)

HOLVI bietet ein kostenloses Geschäftskonto für alle Unternehmensformen mit erstklassigem Service und vereinfacht gleichzeitig die Buchhaltung. Das Konto lässt sich in wenigen Minuten online eröffnen. Auch für Unternehmen in Gründung.

AnbieterBewertungHinweisGrundgebühr / MonatBuchung beleglos /beleghaft
Sehr gut
  • Für alle Unternehmensformen
  • Vereinfacht die Buchhaltung
  • Kreditkarte inklusive
  • Rechnungsstellung und eigener Online Shop möglich
0 €0 € / -
Gut
  • Für alle Unternehmensformen
  • Sehr gute Konditionen
  • In wenigen Minuten online eröffnet
0 €0,10 € / -

Gut
  • Für alle Unternehmensformen
  • Hohes Ansehen
  • Sehr viele Filialen
  • Bargeldeinzahlung möglich
ab 5,90 € i0,20 € / 1,50 €
Gut
  • Für alle Unternehmensformen
  • Sehr gute Konditionen
  • Standardschnittstellen fehlen
0 € i0 € / -
Aktiv
Befriedigend
  • Online nur teilweise abschließbar
  • Interessant für Bareinzahler
8,90 €0,15 € / 1,50 €
Komfort
Befriedigend
  • Online nur teilweise abschließbar
  • Interessant für Bareinzahler
  • Interessant bei vielen Transaktionen
19,90 €0,05 € / 0,75 €

Ausreichend
  • Für alle Unternehmensformen
  • Auch ohne Schufa möglich
  • Ziemlich teuer
13,16 € i0,60 € / -

Als juristische Person ist ein Geschäftskonto für eine GmbH ein absolutes Muss. Während Freiberufler und Gewerbetreibende auch auf den eigenen Namen ein kostenloses Girokonto für Privatpersonen nutzen können, stehen einer GmbH nur die fast ausschließlich kostenpflichtigen Firmenkonten zur Auswahl.

Geschäftskonto für GmbH – worauf kommt es an?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Die Rechtsform der GmbH findet sich bei Soloselbstständigen ebenso wie bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU). Die unterschiedlichen Firmen haben unterschiedliche Anforderungen an ihre Bankverbindung. Die GmbH als KMU hat einen anderen Bedarf als ein Einzelunternehmer. Vor diesem Hintergrund bieten viele Banken unterschiedliche Kontomodelle an.

Hierbei kann beispielsweise das Thema „gebührenfreie Buchungsposten“ entscheidend sein. In jedem Fall sollte der Firmeninhaber bei der Auswahl eines Geschäftskontos für eine GmbH im Vorfeld ermitteln, wann für ihn welches Modell am günstigsten ist. Steigt die monatliche Grundgebühr mit der Anzahl der Buchungsposten, stellt sich die Frage, ob es günstiger ist, nach dem Verbrauch der Freiposten eine Gebühr pro Buchung zu entrichten oder gleich eine höhere Kontoführungsgebühr in Kauf zu nehmen, aber dafür mehr kostenlose Buchungen zu nutzen.

Eine weitere Frage ist, ob die GmbH über eine BankingCard hinaus Karten für das Konto benötigt, oder auf externe Kreditkarten zugreifen möchte. Hier gilt allerdings das Gleiche wie für die Kontoführung. Kreditkarten für Firmen werden, im Gegensatz zu Kreditkarten für Privatpersonen, nur in wenigen Fällen gebührenfrei ausgegeben.

Zu guter Letzt ermöglichen Schnittstellen die vereinfachte Übertragung von Buchungsposten auf dem Konto in die Buchführung eine schnellere betriebswirtschaftliche Verarbeitung. Werden die Daten auf Knopfdruck ausgelesen, ist das deutlich zeitsparender, als wenn eine erneute Erfassung der Buchungsposten in einem Buchführungsprogramm erfolgen muss. Schnittstellen sind schon lange zu StarMoney oder DATEV, um nur zwei zu nennen, möglich.

Das Geschäftskonto für die GmbH – FinTechs mischen den Markt auf

FinTechs (Financial Technologies) sind in vielen Bereichen zuhause. RoboAdvisor zählen ebenso dazu, wie sogenannte Zahlungsdiensteanbieter. Diese Unternehmen stellen ihren Kunden nur die Konten für den Zahlungsverkehr zur Verfügung. Das eigentliche Bankgeschäft, die Verwahrung der Einlagen und die Durchführung von Zahlungen, läuft im Hintergrund über eine kooperierende Bank.

FinTechs im Bereich Zahlungsdienste lehren die klassischen Banken auch bei Geschäftskonten langsam aber sicher das Fürchten. Zum einen bieten sie bestimmte Kontomodelle ohne eine monatliche Grundgebühr an, zum anderen beinhalten die Kontomodelle auch noch teilweise kostenlose Kreditkarten. Und FinTechs können oft noch mehr. Oftmals können Buchungen automatisch in ein Buchführungstool übernommen werden, womit die Buchhaltung für die Bankbuchungen entfällt. Wer mit einem Steuerberater arbeitet, kann alle Buchungen über eine DATEV-Schnittstelle exportieren.

Der Nachteil bei einem Girokonto für eine GmbH bei einem FinTech

Leider haben die FinTechs bis dato meist noch einen Nachteil. Die Kontoführung erfolgt fast ausschließlich auf Guthabenbasis. Ein schneller Kontokorrentkredit, um Waren zu Vorzugspreisen spontan einzukaufen, ist selten möglich. Dazu kommt, dass in den Basisversionen der Konten die Anzahl der kostenlosen Barabhebungen mit den Kreditkarten monatlich limitiert ist. Wer jedoch sein Konto grundsätzlich auf Guthabenbasis führt, keine Kredite benötigt und mit einer überschaubaren Anzahl von Barabhebungen auskommt, ist mit einem Geschäftskonto für seine GmbH bei einem FinTech bestens aufgehoben.

Fazit zum Geschäftskonto für GmbH

Ein Geschäftskonto für eine GmbH muss heute nicht mehr zwangsläufig bei einer klassischen Bank geführt werden. FinTechs bieten kostenlose Kontomodelle an, die durch zahlreiche Tools das gesamte Banking und die sich daraus ergebende Buchführung einfacher und schneller machen. Für den Kunden bedeutet dies nicht nur seine Kosten zu reduzieren, sondern auch zeitlich mehr Freiräume zu erhalten. Wer allerdings ein Geschäftskonto für eine GmbH mit der Option auf einen Kontokorrentkredit benötigt, ist mit einer Bankverbindung zu einer klassischen Bank, sei es ein Filialinstitut oder eine Direktbank, besser bedient.