Girokonto für Rentner – Test & Vergleich 2019

Girokonto für Rentner Testsieger Sehr gut 07/2019

Testsieger Girokonto für Rentner - Postbank

Das Girokonto der Postbank bietet sehr gute Konditionen: Geringe Grundgebühren, persönliche Beratung in der Filiale, eine hohe Dichte an Geldautomaten und eine einfache Kontoeröffnung. Jetzt Konto beim Testsieger eröffnen!

Online Girokonto für Rentner Testsieger Sehr gut 07/2019

Testsieger Online Girokonto für Rentner - ING

Das kostenlose Girokonto der ING bietet unschlagbare Konditionen: Keine Grundgebühren, kostenlose Abhebungen, kostenlose Überweisungen und eine kostenlose VISA Kreditkarte inklusive. Die richtige Wahl für alle, die keine Filialberatung benötigen.

AnbieterBewertungKontogebühren iBesonderheiten
Sehr gut
3,90 €
  • Beratung & Service in über 1000 Postbank Filialen
  • Kostenfreier Kontowechsel & Unterstützung bei der Abwicklung
  • Hohe Dichte an Geldautomaten i
  • VISA Kreditkarte im 1. Jahr kostenfrei i
Sehr gut
0 €
  • Inkl. kostenloser VISA Kreditkarte 
  • Keine Beratung oder Services in der Filiale
  • Telefonische Beratung möglich 
  • Kostenfreier Kontowechsel & Unterstützung bei der Abwicklung
Aktiv Konto
Gut
5,90 €
  • Beratung & Service in der Filiale möglich
  • Kostenfreier Kontowechsel & Unterstützung bei der Abwicklung
  • Hohe Dichte an Geldautomaten i
Gut
0 €
  • Inkl. kostenloser VISA Kreditkarte
  • Keine Beratung oder Services in der Filiale 
  • Weltweit kostenfrei Geld abheben & kontaktlos bezahlen
  • 0,20 % Guthabenzinsen p.a. i
Gut
0 €
  • Inkl. kostenfreier VISA Kreditkarte
  • Keine Beratung oder Service in der Filiale
  • Hohe Dichte an Geldautomaten i
Befriedigend
0 €
  • Keine Beratung oder Services in der Filiale
  • Hohe Dichte an Geldautomaten i
  • Weltweit 24 Mal kostenfrei Geld abheben
  • VISA Kreditkarte im 1. Jahr kostenfrei i
Befriedigend
0 €
  • Kostenloses Girokonto
  • VISA Kreditkarte im 1. Jahr kostenfrei i

Ein Girokonto ist ein Girokonto – warum sollte es für Rentner ein gesondertes Girokonto geben? Das gibt es auch nicht, aber auch Rentner sollten sich, ebenso wie alle anderen Bankkunden auch, fragen, ob die Gebühren, die sie möglicherweise bezahlen, durch die Leistungen der Bank gerechtfertigt sind.

Rentner – ein Lebensabschnitt neu definiert

Zwischen dem Bild, das ein Rentner im Jahr 1970 abgab, und dem Bild, welches im Jahr 2019 besteht, liegen Welten. Die „Rentner“ von heute wurden schon vor einigen Jahren von der Marketingindustrie in „Best Agers“ umgetauft. Soziologen haben erforscht, dass sich der Rentner des Jahres 2010 nicht als Mitsechziger, sondern als Mittfünfziger fühlte (1). Altern findet auch im Kopf statt und die Generation der Babyboomer macht keine Anstalten, sich alt zu fühlen. Vor diesem Hintergrund ist auch der Sachverhalt nicht mehr gültig, dass für einen Rentner „alles so bleibt, wie es immer schon war“. Das gilt auch bei einem Girokonto für Rentner. Die heute Anfang 60jährigen waren Mitte vierzig, als das Internet Einzug in die deutschen Haushalte hielt. Das bedeutet, der Rentner von heute ist genauso interneterprobt, wie seine Enkel.

Das „Girokonto für Rentner“ – die Filialbanken langen zu

Zugegeben, ein Achtzigjähriger wird kaum noch die Bank wechseln. Er hat bei seinem Institut um die Ecke allerdings zwei Möglichkeiten. Er macht sich mit den Serviceautomaten im Vorraum der Filiale vertraut, und führt seine Überweisungen und Daueraufträge selber aus. Dies überfordert allerdings tatsächlich viele Menschen dieser Altersgruppe. Alternativ dazu führt er seine Bankgeschäfte wie immer aus, papierhafte Überweisungen, Einrichten eines Dauerauftrages durch einen Bankmitarbeiter und wird dafür kräftig zur Kasse gebeten. Hier können wir tatsächlich von einem Girokonto für Rentner, oder besser, für Personen mit altersbedingtem mangelndem Verständnis für Onlinetransaktionen sprechen. Dieser Personenkreis legt auch nach wie vor Wert auf einen Ansprechpartner am Schalter, was ihm nicht zu verdenken ist.

Kommen wir aber noch einmal auf die „jungen Rentner“ zurück, diejenigen, die in den Jahren vor dem Ruhestand täglich im Internet unterwegs waren. Für diesen Personenkreis gilt, zu prüfen, ob ihre aktuelle Bankverbindung den Service an den Kunden zurückverlagert hat, aber trotzdem an ihren „Servicegebühren“, den Kosten für die Kontoführung, festhält. Die Sparkassen mache es sehr schön vor. Auch betagte Kunden werden zunächst zum Serviceautomaten geführt, mit dem Hinweis, sie können ihre Überweisung doch auch selbst ausfüllen. Die Zeit der  Mitarbeiter ist nicht mehr für Service, sondern für Vertrieb vorgesehen.

Was muss ein Girokonto für Rentner können?

Ein Girokonto für Rentner muss nicht mehr Optionen aufweisen, als ein Girokonto für Arbeitnehmer. Bei Selbstständigen sieht es unter Umständen etwas anders aus. Die Anforderungen sind übersichtlich:

  • Überweisungen ausführen
  • Daueraufträge einrichten
  • Lastschriftmandaten anzunehmen
  • Einzahlungen und Auszahlungen
  • Gutschriften auf dem Konto verbuchen
  • Bereitstellung einer Girocard für das Ausdrucken der Kontoauszüge, für Barabhebungen am Automaten und für das Bezahlen im Einzelhandel.  

Direktbanken als günstigere Anbieter für ein „Girokonto für Rentner“

Wer im Ruhestand nicht auf eigene Altersvorsorge oder eine Betriebsrente zurückgreifen kann, muss den Gürtel vermutlich enger schnallen. Umso wichtiger ist es, die Ausgabenseite zu optimieren. Eine solche Optimierung kann zum Beispiel durch den Umzug des Girokontos zu einer Direktbank erfolgen. Die meisten Direktbanken berechnen weder für die Kontoführung noch für die mit dem Konto verbundene Kreditkarte eine Gebühr. Damit lassen sich leicht 100 Euro im Jahr einsparen.

Einige Filialbanken gehen einen Mittelweg, der auch für ein Girokonto für Rentner attraktiv wird. Sie verzichten zwar einerseits bei bestimmten Kontomodellen auf die Kontoführungsgebühren, sind aber trotzdem mit ihren Filialen vor Ort vertreten. Benötigt der Kontoinhaber, kann er dort auf Unterstützung zurückgreifen. Diese wird zwar kostenpflichtig, aber da es sich um Ausnahmen  handelt, fährt er in der Summe immer noch kostengünstiger, als mit seinem früheren Konto bei der Sparkasse oder Volksbank.

Fazit zum Girokonto für Rentner

Ein spezielles Girokonto für Rentner gibt es nicht. In den Anforderungen unterscheidet es sich in keiner Weise von einem Girokonto für Arbeitnehmer. Für Rentner kommen die kostenlosen Girokonten der Direktbanken ebenso zum Tragen, wie für jeden anderen Kontoinhaber auch. Der Service der Filialbanken ist rückläufig, die bisher bezahlte  Kontoführungsgebühr daher fragwürdig. Da die Rentner von heute in den meisten Fällen internetaffin sind, steht einem Girokontovergleich und dem Onlinebanking bei einer Direktbank bei gleichzeitiger Kostensenkung nichts im Wege.

(1) Rentner fühlen sich im Schnitt zehn Jahre jünger  – Augsburger Allgemeine